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Neuer Pfarrer ein „Straßenwärter im Dienste des Herrn“

Pfarrer Wolfgang Fabian wurde Sonntag Vormittag mit einem Festgottesdienst in der Körbecker Pfarrkirche Sankt Pankratius als Pfarradministrator der Pfarrei „Zum Guten Hirten Möhnesee“
eingeführt. Große Fußstapfen hat er selber auch hinterlassen: Die letzten 20 Jahre wirkte der 65-Jährige gebürtige Bielefelder in der Altstadt-Gemeinde Warburg und dem Klosterdorf Wormeln, einem Warburger Stadtteil. Verdienstvoll, wie ihm seine nach Körbecke mitgereisten Wegbegleiter bescheinigen.
Der Tag der Einführung ins neue Amt war nach dem Kirchenkalender ein Tag der Freude: „Gaudete“ oder vollständig „Gaudete in Domino semper“ (Freut Euch im Herrn allezeit), so ist der dritte Adventssonntag überschrieben. Der Sonntag war auch in weiterer Hinsicht ein Tag der Freude: Gestern feierte Wolfgang Fabian sein vierzigjähriges Priesterjubiläum. Nach der Zeit als Vikar in Menden und
Siegen war Fabian Pfarrer in Enger und Spenge, bevor er nach Warburg versetzt wurde. Studiendirektor Monsignore Otto Brauer, ehemaliger Lateinlehrer des wie berichtet nach Lippetal gewechselten Pfarrers Dr. Gerhard Best, seit ewigen Zeiten ein enger Freund und Wegbegleiter des neuen Pfarrers – und ebenfalls vor vierzig Jahren zum Priester geweiht, stellte den Menschen Wolfgang Fabian vor. Überraschend frisch und launig. Nein, „tote Hose“ werde jetzt im kirchlichen Gemeindeleben nicht herrschen: Nicht immer müsse man der Jugend den Vorrang geben. Hier komme jemand an den See, der Sturm und Drang längst hinter sich habe, mit viel Erfahrung und vor allem einem offenen Herzen mitten im Leben stehe. Dass mit Wolfgang Fabian ein richtig Guter die Pfarrei übernehme, dafür könne er Garantiescheine ausstellen, sagte der Prälat schelmisch lächelnd.
Ein warmherziger Mensch sei Fabian, ein bescheidener noch dazu – und ein richtiges Organisationstalent. Vor allem für Wallfahrten und Rom-Reisen: „Melden Sie sich bloß rechtzeitig an...“

Mehr als nur ein Bild von der neuen Pfarrei, den Menschen und der Gemeinde kann sich Wolfgang Fabian in aller Ruhe und Muße machen: Ferdinand Giese vom Kirchenvorstand überreichte einen

Bildband vom Möhnesee, Jutta Ebbert vom Pfarrgemeinderat einen Möhnesee-Kalender und Bürgermeister Hans Dicke einen Band zum Möhnesee-Jubiläum. Wie ihm seine „neuen Schäfchen“ gefielen? „Ich freue mich auf viele neue Kontakte“, sagte Fabian nach dem Gottesdienst. Was für ihn jetzt auf dem Terminkalender stehe? „Was so anliegt“, lächelt der Pfarrer. „Jetzt ist ja erst mal Weihnachten.“ Danach stehe schon die ökumenische Woche auf dem Kalender. Auf die Zusammenarbeit mit Pfarrer Dietrich Woesthoff von der evangelischen Möhnekirchengemeinde freue er sich. Das Bild vom „Straßenwärter im Dienste des Herrn“, das Woesthoff bei seiner Ansprache gezeichnet hatte, um die Aufgabe von Seelsorge in schwierigen Zeiten zu skizzieren, könne er teilen. „Man muss ein LIcht anzünden, anstatt über die Dunkelheit zu lamentieren“, fügte er hinzu, auf wachsenden Unglauben angesprochen. Weil „der Christ auch ein froher Mensch sein muss“, freue er sich auf seine erste Karnevalssession: „Sowas gab es in Warburg nicht“, sagte er: „Ich bin sehr gespannt.“  Ob er auch ein „Baumeister“ werde? Fabian lacht: „Na, vielleicht muss die Kirche in Günne mal gestrichen werden...“

Bild und Text T. Brüggestraße


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